Das Twitter des Hans-Georg Maaßen

Unser Ex-Verfassungsschutzchef, Herr Hans-Georg Maaßen ist schon eine interessante Figur der Politik, vor allem, was seine politischen Äußerungen angeht. Dabei ist er viel auf Twitter unterwegs. Einen kleinen Überblick über sein kleines SocialMedia-Reich will ich hier einmal geben.

Quelle: https://twitter.com/HGMaassen/status/1351886500540116995, Zuletzt abgerufen: 23.01.2021, 17:30 Uhr (MEZ)

Diese Realkomik möchte ich eigendlich gar nicht groß kommentieren. Aber ganz lassen kann ich es trotzdem nicht: Der ehemalige Verfassungsschutzchef, der trotz starken Kontroversen und massiver Kritik nicht zurückgetreten ist, dadurch beinahe einen Regierungsbruch verursacht hatte, und letztendlich in den Ruhestand versetzt werden musste, dieser ehemalige Verfassungsschutzchef wundert sich, dass niemand zurück tritt.

Quelle: https://twitter.com/HGMaassen/status/1350854892680847360; Zuletzt abgerufen: 23.01.2021, 17:45 Uhr (MEZ)

Noch viel interessanter ist jedoch, welche Artikel von dubiosen Onlineportalen er teilt. Das Portal hier nennt sich „Freischwebende Intelligenz“, und ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, die Intelligenz muss sehr weit weg frei schwebend sein. Der Autor, Milosz Matuschek, ehemaliger NZZ-Kolumnist, beschreibt dort den vermeindlichen wachsenden Einfluss von Chinas kommunistischer Partei in Europa durch Corona-Lockdowns.

Quelle: https://twitter.com/WerteUnion/status/1349689627523866624; Zuletzt abgerufen: 23.01.2021, 18:50 Uhr (MEZ)

Dass Herr Maaßen Mitglied der Werte-Union ist, ist bekannt. Und dass diese Werte-Union leidenschaftlich gerne gegen den Rest der CDU ist, auch. Doch allein dass er einen Post dieser sogenannten „Werte-Union“ retweetet, der zwar zuerst mit einem einzigen Wort vorgibt, sich um die Freiheit der Bürger und Bürgerinnen zu kümmern, sich dann aber auf die Wirtschaft konzentriert, zeigt, wo der gute Herr seine Schwerpunkte setzt: Bei der ach so hilflosen Wirtschaft, die ohne Staatshilfen untergehen wird.

Lieber Herr Maaßen, falls Sie es noch nicht festgestellt haben: Die Wirtschaft braucht Leute, die dort arbeiten, in der Produktion, der Verwaltung, oder sonst wo. Und die Pandemie, in der wir uns zur Zeit befinden, sorgt dafür, dass in der Zukunft weniger dieser Arbeitnehmer zur Verfügung stehen. Ob das noch gut für Ihre liebe Wirtschaft ist, bezweifle ich.

Author: Florian Boden

DRKler, Pfadfinder und Ministrant, mit einer Affinität für Bitterschokolade und einem sehr eigenwilligen Humor. Grünen- und GJ-Mitglied. Interessiert in Verkehrs- und Digitalpolitik, sowie Modelleisenbahnen und Fotografie.

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