Gehört der Islam wirklich zu Deutschland?

Der Islam. Eine der Weltreligionen; die zweitgrößte Religion der Welt, nach dem Christentum. In letzter Zeit ist der Islam immer öfter in den Medien, häufig in Verbindung mit Islamismus und xenophoben bzw. rassistischen Außerungen und Theorien. Doch wird der Islam (vor allem von rechten und rechtsextremen Parteien und Bündnissen) verteufelt? Unf wie kam es über haupt so weit?

Der Islam und der Islamismus

Vom Wortstamm her lässt sich vermuten, dass der muslimische Glaube mit islamistischen Vereinigungen, wie dem Islamischen Staat oder Al Quaida in Verbindung steht. Doch tatsächlich hat der Islamismus mit der Religion Islam relativ wenig zu tun, außer der Tatsache, dass sich beide bei ihrem Tun auf Alaah berufen.

Islamistische Gruppen sagen oft, sie würden Dschihad machen. Doch der Dschihad ist eigentlich etwas komplett anderes. Man unterscheidet zwischen großem und kleinem Dschihad. Der kleine Dschihad ist mit der Missionierung im Christentum zu vergleichen, während der große Dschihad die Verteidigung des Islam bedeutet. Lediglich die Verteidigung im Angriffsfall. Mit keinem der beiden Fälle ist also eine gewaltsame Bekehrung gemeint.

Die deutsche Kultur ist christlich geprägt, da hat der Islam keinen Platz

Etwas in diese Richtung geben immer wieder Patriotistisch-Nationalistische Politiker von sich. Doch muss ich da auf die in Deutschland geltende Glaubens- und Religionsfreiheit aufmerksam machen. Nach dieser Regel müssen alle in Deutschland lebenden Menschen die Möglichkeit haben, frei von äußeren Zwängen und Vorgaben zu glauben, und diesen auch auszuleben.

Aber einmal abgesehen von gesetzlichen Vorgaben: Wenn wir sagen: „Alle Muslime müssen konvertieren, oder Deutschland verlassen“, würden wir dann nicht doppelmoralisch agieren? Schließlich haben wir den Eingeborenen in Amerika, Afrika und Australien seinerzeit auch das Christentum aufgezwungen? Auch wenn wir Andersgläubige nur daran hindern würden, ihren Glauben frei auszuleben, das heißt, Gottesdienste besuchen, oder Prozessionen begehen, würden wir damit nicht das wiederholen, was wir in Deutschland schon mal hatten, und wass wir heute, Gott sei Dank, nicht mehr haben: Die Unterdrückung anderer Kulturen und Religionen.

Ich denke, mein Standpunkt ist klar geworden. Ich denke, dass jeder, egal, wie er aussieht, glaubt, denkt, liebt, und redet, einen Platz in unserer Gesellschaft verdient hat, und auch bekommen sollte.

Für alle, die es interessiert: Diesen Post habe ich Anfang Mai angefangen, dann vergessen und jetzt schließlich fertig gemacht. Wir setzten uns also nicht hin und fangen an zu schreiben und dann ist es fertig, hinter unseren Posts steckt häufig auch viel Arbeit.

Dieser Blogbeitrag ist unter der Creative Commons-Lizenz CC-BY-SA 4.0 lizensiert. Nähere Infos zur Nutzung finden Sie hier: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de.

Author: Florian Boden

DRKler, Pfadfinder und Ministrant, mit einer Affinität für Bitterschokolade und einem sehr eigenwilligen Humor. Grünen- und GJ-Mitglied. Interessiert in Verkehrs- und Digitalpolitik, sowie Modelleisenbahnen und Fotografie.

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